17. März 2008

Am Tor zu Europa

Wer nach Brüssel geht, um ein Praktikum zu absolvieren, noch dazu im Europaparlament, bekommt vorher so einiges an "gut" gemeinten Ratschlägen. Meistens a la "na zeig denen mal, wie das Arbeiten geht". Doch einmal im EU-Viertel angekommen, erfährt man schnell, dass man "denen da" sicher keine Tipps schuldig ist. So ergeht es nun gerade auch mir.

Ich erlebe hier mit dem Abgeordneten Paul Rübig einen engagierten Chef, der mit seinen qualifizierten Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue beweist, dass es Sinn macht, sich für ein länderübergreifendes Miteinander anzustrengen – zum Teil mit beachtlichen (wenn auch leider mit zu wenig beachteten) Ergebnissen. Ein gutes Beispiel lieferte er mit der erfolgreichen Senkung der Roaminggebühren beim mobilen Telefonieren im Ausland. Von den Beamten hingegen, die angeblich den ganzen Tag darüber nachdenken, wie man den Leuten Prügel vor die Füße wirft, keine Spur. Offenbar haben ein gewisser Herr Martin und die Kronen Zeitung doch nicht immer den Durchblick...


Hier in Brüssel habe ich schnell bemerkt: Österreich ist eben doch keine einsame Insel, sondern Bestandteil eines lebendigen Europa. In den ersten Tagen sind noch eher die Unterschiede und weniger die Parallelen zwischen Wien und Brüssel aufgefallen. Doch nach und nach haben die anfangs so kühl wirkenden Institutionen und Büros ein persönliches Gesicht bekommen. Das hat mittlerweile zu vielen netten Kontakten geführt und eine Reihe von Gemeinsamkeiten haben sich herauskristallisiert.

Ja okay, ich bin zu einem echter Europa-Fan geworden. Doch wie hat es eine Journalistin neulich so treffend formuliert: die wichtigsten Exportgüter der EU sind Frieden und Freiheit. Na wenn das keine schlagkräftigen Argumente sind!

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