11. Februar 2008

Mühlviertla Gaudi

Wintersport muss sich nicht nur aufs Skifahren oder Rodeln beschränken. So haben wir uns in Aigen ein Wochenende lang in zwei interessanten Alternativen versucht: Schneeschuhwandern und Hundeschlittenfahren.

Am ersten Tag unseres Kurzurlaubs begaben wir uns auf den Hochficht. Gemeinsam mit Brigitte und Robert schnallten wir uns die ausgeborgten Schneeschuhe um die Füße und stapften abseits der Piste durch Wälder und auf Skitourwegen in Richtung Gipfel. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase hatten wir die Dinger dann schon gut im Griff und die etwas ungläubigen Blicke so mancher Skifahrer störten auch nicht weiter. Begleitet von viel Tratsch (Frauen), Diskussionen (Männer) und Gaudi (alle) erreichten wir nach zwei Stunden schließlich das Gipfelkreuz, an dem unmittelbar dahinter die Grenze zu unseren tschechischen Nachbarn verläuft.

Eine ausgiebige Pause musste natürlich sein, bevor es wieder talwärts ging. Denn im Unterschied zur Skitour kann man die Schneeschuhe nicht so ohne weiteres laufen lassen sondern muss den Weg auch wieder zurück "wandern". Dank unserer beiden Routiniers hatten wir aber bald die richtige Technik heraußen und nach Überwindung einiger Gräben und Bäche waren wir auch schon wieder im Tal. In der Skihütte hatten wir uns den Radler mehr verdient als alle anderen und Angelika und ich einigten uns darauf, dass Schneeschuhe wohl eine Investition wert sind.

Nach der Nächtigung im gemütlichen Bärnsteinhof stand am Tag zwei die Mountain Wolf Farm am Programm. Dort hatten wir einen Winterschnuppertag gebucht um das erste Mal mit einem Hundeschlitten zu fahren. Diesmal waren Petra und Christian unsere Begleiter. Zunächst war das Kennenlernen mit den Hunden angesagt und so durften wir gleich in das Gehege hinein um uns einmal so richtig beschnuppern zu lassen. Schnell erlagen wir dem unwiderstehlichen Charme der Huskies. Wir lauschten den Geschichten und Erklärungen der Hundeführer, während Petra und Angelika einen Plan ausheckten, wie man wohl am besten einen Hund unbemerkt von der Farm schmuggeln könnte (daraus wurde aber zum Glück nichts).

Nach einer kurzen Einführung über die Funktion des Hundeschlittens und über die wichtigsten Verhaltensregeln während der Fahrt ging es dann am Nachmittag endlich zur Sache. Jeder bekam einen Schlitten und zwei Hunde zugeteilt und wir fuhren im Konvoi auf einer fünf Kilometer langen Schleife auf mehr oder weniger schneebedeckten Wegen durch den Wald. Ein wirklich erhebendes Gefühl, wie sich die Hunde für einen ins Zeug legen und den Schlitten ziehen. Einzig das Startkommando genügt ("okay!") und da das vordere Gespann den Weg kennt, laufen die Hunde wie um ihr Leben. Das, obwohl manche von ihnen am heutigen Tag bereits 20 Kilometer in den Beinen hatten. Voraussetzung, man zeigt selbst etwas Engagement und läuft z.B. bei den steilen Passagen mit, das motiviert auch die Vierbeiner. Nur Petra hatte in unserer Gruppe etwas Pech, ihre beiden Hunde wollten sich die Kräfte wohl besonders gut einteilen...aber angekommen ist sie trotzdem.

An diesen zwei erlebnisreichen Tagen hat sich wieder mal gezeigt: Viele Dinge im Leben muss man einfach ausprobieren!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Die Huskyfarm war wirklich ein tolles und einprägsames Erlebnis.
Selten habe ich nach so einem Wochenende so oft und so gerne an dieses
Erlebnis zurückgedacht.
ür alle die es nachmachen wollen: http://www.mountainwolf.at
http://www.mountainwolf.at